Was bisher geschah

1.jpgJetzt ist es so weit. Ich habe mich von einem Blog getrennt, ich wusste das schon lange, ich fand es mal schwer, mal nicht. Ich wollte mein Leben nicht mehr teilen und dann doch. Ich wollte schreiben aber anders. Überhaupt wollte ich etwas ändern, nur was?

Das letzte halbe Jahr hat uns an einen, oder viele, neue Punkte gebracht. Was wollen wir? Wie frei sind wir noch mit einem Schulkind? Was will ich?

Emil hat sich verändert und ich habe oft überlegt, dass noch mal zu einem Blog Thema zu machen. Aber Emil ist Emil, er ist jetzt „groß“, er möchte kein Thema sein sondern ein eigenständiger kleiner Mensch über den Niemand fremdes urteilt. Im Grunde ist es auch nicht Emil der sich verändert hat sondern unser Familienleben. Emil hat gemerkt, dass er jetzt ein Schulkind ist und was damit einhergeht. Er fordert und rebelliert ein bisschen. Und sucht nach einem neuen Platz. Bin ich jetzt noch klein oder groß. Wie selbständig möchte ich sein und wie sehr wünsche ich mir noch klein zu sein?

Auch Pius steckt in einem Entwicklungsschritt der uns manchmal an unsere Grenzen bringt. Die Pubertät hat aus dem kleinen, weichen Welpen, der nie eine Leine besaß einen angriffslustigen, hyperaktive Rüden gemacht, mit dem ich täglich (dank Schrittzähler!) um die 16 km spazieren gehe. Wie ich das mache? Weiß ich selber nicht. Ich weiß auch nicht, wie ich das mache, wenn die Kinder krank sind. Und wie ich es schaffe noch mit ihm in die Hundeschule für „junge Problemhunde“ zu gehen. Ich dachte nämlich unser Hund würde von nun an die nächsten Jahre brav und freundlich neben uns her trotten. Es war nicht geplant, dass wir als Familie sein Schafherden-Ersatz werden und er fortan uns hütet.

Alles in allem haben sich ein paar Dinge im Alltag verändert und manchmal sagt jemand in der Unterhaltung etwas unbedarft, ob wir denn lieber keinen Hund hätten. Natürlich nicht. Denn eigentlich, und das muss man sich nur hin und wieder mal sagen, ist das alles eine ganz wohltuend anspruchsvolle Herausforderung, die das Leben ein bisschen komplizierter aber auch spannender macht.

Der Bus steht momentan viel zu viel herum und das tut uns allen am meisten leid. Die Kinder wollen unbedingt reisen, aber die Standheizung hält keine ganze Nacht mehr und alle Campingplätze haben noch geschlossen. Wir haben aber festgestellt das es sich in den Harburger Bergen ganz famos wandern lässt und die Elbe natürlich auch im Winter auf uns wartet. Und die ersten Reisen sind auch endlich geplant. Im März sind wir in Amsterdam, im Harz und irgendwo, wo uns die Route hin verschlägt. Ich reise ja am liebsten ohne Plan. Ein paar freie Tage die gefüllt werden wollen. Das war im übrigen auch mein Plan fürs neue Jahr und nachdem der Januar eine große Katastrophe war, mit allem was dazu gehört (Kinder die nicht mehr durchschlafen, dem pubertierenden Hund der auf einmal andere Hunde beißt, Emil, der nicht weiß wo er hingehört, viel schlechter Laune, ein bisschen Magen Darm, Paul der wie immer in Prüfungen steckt, Regen, Regen, Regen und noch mehr Regen) habe ich beschlossen, dass mein Jahr erst ab Februar beginnt.

Und siehe da, alles wird besser. Im Garten strecken schon die Krokusse ihre Köpfe heraus, die Sonne mogelt sich manchmal sogar bis in die Wohnung, ich habe zwei neue Projekte in Angriff genommen und wir haben eine Entscheidung getroffen. Denn was tun, wenn einem alles ein bisschen über den Kopf wächst?

Die Antwort auf all unsere Probleme, vor allem Emils Antwort auf Probleme, lautet eigentlich immer gleich.

Wald.

Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr bald!

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