Sanfter Start: Hamburg – Harz

Alles gepackt. Denke ich. Bis Sonntag Abend trage ich Sachen in den Bus. So viel Stauraum gibt es nicht. Die beiden kleinen Schränke für die Kinder, der für Paul und mich und unter den Sitzen. Ich glaube ich habe Essen für die nächsten fünf Wochen dabei. Das stimmt aber natürlich nicht. Wahrscheinlich hält es nicht mal die erste Woche.

Paul hilft mir noch bei den Fahrrädern. Es ist unser letzter gemeinsamer Abend. Mein Fahrrad ist höllisch schwer. Ich weiß nicht, ob ich es alleine schaffe. Immer wenn man es hebt dreht sich der Lenker und das Vorderrad schlägt um. Wir hätten einen Fahrradträger kaufen sollen, der unten auf der Anhängerkupplung ist. Haben wir aber nicht. Unser ist auf Brusthöhe und mein Fahrrad wehrt sich.

Montag früh ist das Ziel um neun zu starten. Da die Kinder ab sechs herum rennen müßte das zu schaffen sein. Und trotzdem taucht wieder so viel auf. Der Kühlschrank muß noch geleert werden, die Wohnung sieht chaotisch aus. Armer Paul. Kommt Abends aus der Klinik und fällt direkt in einen Messi Haushalt.

Die Kinder helfen eifrig mit die letzten Sachen zu tragen. Sie sind so voller Vorfreude. Ich auch.

Die Freude hält nicht lang, weil alle sich nach kurzer Zeit daran erinnern: Reisen ohne Klimaanlage ist ermüdend und anstrengend. Fenster aufreißen geht auf der Autobahn auch nicht, alles weht durcheinander und es ist schrecklich laut. Die Kinder sitzen nur noch in Unterwäsche auf ihren Sitzen. Kurz hinter Hannover beschließen wir eine Pause zu machen. Wenn man die Abfahrt Altwarmbüchen nimmt kommt man mit etwas Glück an den Altwarmbüchener See. Da waren wir schon mal und es war ganz einsam und wunderschön. Die Kinder haben da lange gespielt und gebadet. Manchmal, so wie heute, findet man aber den Altwarmbüchener See nicht, dafür aber den Kirchhorster See. Und der ist auch ganz schön, bis auf die Tatsache, dass jemand Schranken am Parpklatz angebracht hat, die einem sagen, insofern man höher als zwei Meter ist, kann und darf man hier nicht parken. Na, vielen Dank. Ich parke am Straßenrand, muß aber hundert mal zwischen Gebüsch und Straße hin und her rangieren weil sonst niemand mehr an mir vorbei paßt. Die Kinder steigen beim Aussteigen in ein Meer aus Brennesseln und Blumen.

Im flachen Wasser schwimmen viele Fische, braune leise Wesen. Emil meint, es könne der Teich vom „Kleinen Wassermann“ sein. Im Schatten eines Baumes können wir direkt am Strand sitzen. Es ist leer an einem Montag morgen. Da der Bus samt Kühlschrank so voll sind mit Lebensmitteln ist nehmen wir direkt einen ganzen Korb mit an den Strand. Essen Pflaumen und Himbeeren, Kekse und Müsliriegel und kühlen unsere Füße ab.

Der flotte Bert nutzt derweil die Zeit sich weiter aufzuheizen.

Am Nachmittag kommen wir im Harz an. Franzi, der kreative Kopf des Backbuchs, hat schon wieder die ganze Nacht in der Küche verbracht. Also Zeit für ein Picknick am Vienenburger See. In dem ist übrigens schwimmen verboten. Man sieht ganz gut, wie unsere Kinder sich daran gehalten haben.

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