Eisenbahnbrücke und Festung Dömitz

IMG_9598Vor drei Jahren waren wir schon einmal hier. Damals, kurz bevor wir uns aufgemacht haben Richtung Polen, haben wir hier versucht Zugang zu einem Stück Geschichte zu bekommen. Die Brücke, 1871- 1873 gebaut, gehörte zu den längsten Strombrücken Deutschlands und war teil der Bahnstrecke zwischen Wittenbergen und Lüneburg und verbindet mit Niedersachsen mit Mecklenburg- Vorpommern. Ein guter Anlass mit älteren Kindern über die Deutsche Teilung zu sprechen und anhand der Elbe zu verdeutlichen, wie nah und doch fremd man sich über Jahrzehnte gewesen ist. Im April 1945 wurde sie durch einen Bombenanschlag zerstört.

Wir haben sie damals zum ersten mal aufgesucht um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie es gewesen sein, als Flüchtling diese Brücke überquert zu haben. Verbunden mit dem Gefühl von Heimatverlust aber auch von Hoffnung.

Jetzt, drei Jahre später habe ich nicht das Bedürfnis etwas historisches Aufzuarbeiten, sondern vielmehr die Dinge so wirken zu lassen wie sie sind. Die Kinder sind beeindruckt von der Größe, der Höhe, der Länge. Von dem Geruch nach feuchtem Stein wenn man durch das alte Tor geht. Zusätzlich aber zählen Störche, hohes Gras, überschwemmte Elbwiesen. Es geht gar nicht um die Brücke, sondern um das Gesamtbild.

Die Sonne scheint, aber wir sind ganz allein hier. Die Kinder rennen, der Hund versucht einen Schmetterling zu fangen. Man kann auf dem Deich entlang spazieren, die Elbe liegt ganz still, auf der anderen Uferseite liegt Dömitz.

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Die Festung Dömitz haben wir dieses Mal nicht geschafft. Aber bei unserem letzten Besuch, die Kinder waren noch kleiner, hat sie und direkt mit ihrem Charme gefangen. Wenn die Sonne ihr warmes Licht darüber legt, lässt es sich hier gut verweilen. Die Kinder staunen über die Kanonen, für Erwachsene und ältere Kinder gibt es viele Informationen in den Gebäuden. Die Ausstellung über „Städtische Wohnkultur“  (Wie sahen die Wohnungen der menschen vor über 100 Jahren aus) oder Kolonialläden der Stadt sind auch für jüngere Kinder schon spannend anzusehen. Eine Zugbrücke verbindet die Festungsinsel mit dem Ort.

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